Drei Jahre Krieg, Millionen Vertriebene, Hunger auf historischem Ausmaß und trotzdem bleibt der Sudan einer der blinden Flecken der internationalen Politik. Die Vereinten Nationen sprechen inzwischen von der schlimmsten dokumentierten humanitären Krise weltweit.
Im Gespräch mit Niddal Salah-Eldin, Aufsichtsrätin von UNICEF Deutschland und Mitglied des deutschen Sudan-Netzwerks, geht es um die Hintergründe eines Krieges, der längst mehr ist als ein interner Machtkampf. Der Konflikt zwischen sudanesischer Armee und der paramilitärischen Miliz RSF wird massiv von außen beeinflusst – unter anderem durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Saudi-Arabien und Russland.
Außerdem geht es um die internationale Sudan-Konferenz in Berlin, bei der Deutschland gemeinsam mit internationalen Partnern die sogenannten „Berlin principles“ auf den Weg gebracht hat. Doch die entscheidende Frage bleibt: Reicht Diplomatie aus, wenn externe Akteure den Krieg weiter befeuern?
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